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Projekt PROF (Projet fir d'Objectiver vun der Formation professionnelle ze formuléieren)
Contexte du projet:
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Von Januar 1991 bis Dezember 1994 sollten anlässlich der Reformen in der beruflichen Erstausbildung im Projekt PROF systematische Methoden der Erstellung, Implementierung und Evaluation von Curricula entwickelt und erprobt werden. Wofür soll ausgebildet werden? Was sollen die Ziele der Ausbildung sein? Wie soll die Vermittlung der Ziele strukturiert werden, und mit welchen Inhalten und Methoden sind diese Ziele zu erreichen? Die Antworten auf diese Grundfragen wurden für 12 Ausbildungsgänge des Enseignement Secondaire Technique jeweils in einem Berufsprofil, einem Ausbildungsberufsbild und in einem Rahmenlehrplan zusammengefasst.
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Produits: |
Das Berufsprofil beschreibt als Ist-Analyse möglichst vollständig die Arbeitsfelder, Aufgaben und Tätigkeiten des jeweiligen Berufsinhabers im Betrieb. In das Berufsprofil gehen darüber hinaus alle Informationen ein, die es ermöglichen, Aussagen über die zukünftige Entwicklung des Berufes zu machen.
Das Berufsprofil soll klären, was den entsprechenden Beruf kennzeichnet, was ihn von verwandten Berufen unterscheidet. Insbesondere soll möglichst detailliert beschrieben werden, was von den Facharbeitern bzw. von den Fachangestellten und Technikern in den Betrieben erwartet wird, in welchen Arbeitsfeldern sie beschäftigt sind und welche Aufgaben und Tätigkeiten sie übernehmen.
Im Rahmen des Projekts PROF wurden diese Informationen durch Betriebsbefragungen und Befragungen ehemaliger Schüler, die in den entsprechenden Berufen arbeiten, erhoben.
Das Ausbildungsberufsbild setzt die Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse fest, die Gegenstand der Berufsausbildung sein sollen.
Bei der Ausarbeitung des Ausbildungsberufsbildes muß auf der einen Seite eine Reduktion des Berufsprofiles erfolgen, da nicht für alle Aufgaben und Tätigkeiten, die ein Facharbeiter nach einigen Jahren Berufstätigkeit zu bewältigen hat, bereits in der Schule ausgebildet werden muss. Auf der anderen Seite muss das Berufsprofil ergänzt werden um Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten, die über die rein berufsbezogene Ausbildung hinausgehen. Diese sind zwar nicht unabdingbar für die bloße Ausführung beruflicher Tätigkeiten, sie sollen aber in der Ausbildung gefördert werden, um beispielsweise den gesellschaftlichen Erwartungen und Forderungen (z.B. hinsichtlich des Umweltbewußtseins) gerecht zu werden oder - über den engen Rahmen bestehender Arbeitsfelder hinaus - berufliche Flexibilität und Mobilität zu sichern.
Der Rahmenlehrplan strukturiert die Ziele der Ausbildung über alle Schuljahre hinweg nach fächerübergreifenden Lerngebieten, legt notwendig zu vermittelnde Inhalte fest und gibt methodische Hinweise. Die Strukturierung des Rahmenlehrplans soll möglichst nach situationsorientierten Lerngebieten erfolgen. Jene Kenntnisse und Fertigkeiten, die in bestimmten typischen Situationen der Arbeits- und Lebenswelt eine Rolle spielen, sollen auch im Rahmenlehrplan als didaktische Einheiten zusammengefasst werden.
Der Rahmenlehrplan informiert den Lehrer des Weiteren über geeignete Lernaufgaben, die es den Schülern ermöglichen sollen, in fächerübergreifenden bzw. fächerverbindenden Unterrichtsphasen möglichst selbständig die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten anzuwenden, zu überprüfen und auszubauen. Eine nicht unwesentliche Intention ist es darüber hinaus, mit der Strukturierung des Rahmenlehrplans nach Lerngebieten sowie der Angabe von Zielen, Inhalten, methodischen Hinweisen und Schätzungen zum zeitlichen Bedarf die Lehrpläne im technischen Sekundarunterricht formal zu vereinheitlichen
Aufbauend auf den Rahmenlehrplänen wurden von den jeweiligen Programmkommissionen die Horaires et Programmes ausgearbeitet.
Schließlich wurden in verschiedenen Fachbereichen (kaufmännische Berufe [Commerce], Elektrotechnik und Mechanik) so genannte Unterrichtseinheiten entwickelt. Die dahinterstehende Grundidee war die Förderung von handlungsorientiertem Unterricht. Wesentliches Merkmal des handlungsorientierten Unterrichts ist es, die Schüler zu selbständigem Planen, Durchführen und Kontrollieren bei der Bearbeitung von Aufgabenstellungen anzuregen. Weitere Merkmale handlungsorientierten Unterrichts können sowohl eine stärkere Betonung des fächerübergreifenden Unterrichts sein als auch eine enge Verzahnung der theoretischen und praktischen Anteile der Ausbildung.
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